Umwelttag beim Ortsanglerverein Werder (Havel)


BILDER

Die Havel leidet unter der Last unachtsam weggeworfenen Mülls.

Auch in diesem Jahr haben die Sportsfreunde des Ortsanglervereins Werder (Havel) ein aktives Zeichen in Sachen Umweltschutz gesetzt.

Zum diesjährigen vereinsinternem Umwelttag trafen sich 24 Vereinsmitglieder am 09. Mai 2019 ausgerüstet mit Keschern und Haken, um mit insgesamt neun Booten auf die Havel hinaus zu fahren. Doch es ging diesmal nicht um das Angeln von Hecht, Zander, Barsch oder Blei, sondern vielmehr um das Einsammeln von unachtsam in die Havel geworfenen Unrats. Obstweinflaschen, Campingstühle, Autoreifen auch mit Felge, Bier-dosen – sowie Flaschen, Kunststofffolie,….. waren auch in diesem Jahr zuhauf am Ufer-gürtel und im seichten Wasser zu finden. Der gesammelte Müll nährt die Vermutung/ Befürchtung, dass am Grund der Havel noch weitaus mehr Unrat verborgen liegt. Müll und Unrat, der im Wasser treibt, bereits auf den Gewässerboden abgesunken ist oder am Ufer zwischen dem Schilf versteckt liegt, birgt zum einen die Gefahr für Verletzun-gen bei Tier und Mensch. Zum anderen zerbrechen und zerfasern Plastikmaterialien, das Plastik jedoch verschwindet nicht. Immer kleinere Plastikteilchen verteilen sich im Wasser – überallhin, auch in Fisch und Mensch.
Der 1. Vorsitzende, Stefan Gmeiner, hatte die Vereinsmitglieder aufgerufen, sich nach 2017 und 2018 auch in diesem Jahr zahlreich an der Initiative zum Umweltschutz zu beteiligen und konnte sich über den Erfolg der Aktion freuen – auch wenn sich am En-de des Tages alle einig waren: Am liebsten hätte man gar keinen Müll gefunden. Gewin-ner ist in jedem Fall die Natur. Den fleißigen Sportsfreunden des Ortsanglervereins Werder (Havel) gilt ein besonderer Dank.

Detlev Baars