Umwelttag beim Ortsanglerverein Werder (Havel)

Die Havel leidet unter der Last unachtsam weggeworfenen Mülls.

 

Auch die große Sommerhitze von 35 Grad im Schatten haben die Sportfreunde des Ortsanglervereins Werder (Havel) nicht davon abhalten können, erneut ein aktives Zeichen in Sachen Umweltschutz zu setzen. 

 

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Zum diesjährigen vereinsinternem Umwelttag trafen sich insgesamt 16 Vereinsmitglieder am 17. Juni 2021 auf dem Vereinsgelände. Ausgerüstet mit Keschern und Haken, fuhren acht von ihnen in vier Booten auf die Havel hinaus. Doch es ging diesmal nicht um das Angeln von Hecht, Zander, Barsch oder Blei, sondern vielmehr um das Ein-sammeln von unachtsam in die Havel geworfenen Unrats. Bierflaschen und -Dosen, Tritthilfen aus Kunststoff, Autoreifen auch mit Felge, Kunststofffolien,….. waren auch in diesem Jahr zuhauf am Ufergürtel und im seichten Wasser zu finden. Der „heutige Fang“ wurde am Land von weiteren helfenden Vereinsmitgliedern zu einem beachtlichen Müllhaufen zusammengetragen.

Der gesammelte Müll lässt leider vermuten, dass am Grund der Havel noch weitaus mehr Unrat verborgen liegt. Müll und Unrat, der im Wasser treibt, bereits auf den Gewässerboden abgesunken ist oder am Ufer zwischen dem Schilf versteckt liegt, birgt zum einen die Gefahr für Verletzungen bei Tier und Mensch. Zum anderen zerbrechen und zerfasern Plastikmaterialien, das Plastik jedoch verschwindet nicht. Immer kleinere Plastikteilchen verteilen sich im Wasser – überallhin, auch in Fisch und Mensch. 

Der Vorstand hatte die Vereinsmitglieder aufgerufen, sich nach 2017, 2018 und 2019 auch in diesem Jahr zahlreich an der Initiative zum Umweltschutz zu beteiligen und konnte sich über den Erfolg der Aktion freuen – auch wenn sich am Ende des Tages alle einig waren: Am liebsten hätte man gar keinen Müll gefunden. Gewinner ist in je-dem Fall die Natur. Den fleißigen Sportfreunden des Ortsanglervereins Werder (Havel) gilt ein besonderer Dank.

 

Detlev Baars